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Stellungnahme des StuPas der BHT zur Diskussion um Beuth als Namensgeber

Seit einiger Zeit bewegt die Debatte um Christian Peter Wilhelm Beuth und seinen Antisemitismus unsere Hochschule. Ohne an dieser Stelle den gesamten Verlauf des Diskurses erneut zu erläutern, (wer noch Informationsbedarf hat, kann sich auf http://antibeuth.de/comic/ oder https://www.beuth-hochschule.de/beuth informieren) kann man wohl sagen, dass es ein holpriger Prozess war und ist. Ein Prozess, der sich leider zu oft intransparent und hinter verschlossenen Türen abgespielt hat.

Während die mögliche Namensänderung der Hochschule in der Studierendenschaft von einigen Engagierten ausgiebig diskutiert wird, hüllt sich der Großteil der Studierenden in Schweigen oder Gleichgültigkeit. Laut dem Akademischem Senat der BHT soll ab dem 4. Februar 2018 eine Online-Umfrage zur Umbenennung der Hochschule gestartet werden.
Auch deswegen ist es uns als Studierendenparlament besonders wichtig, zu der Thematik hiermit Stellung zu beziehen.

Die letzten Monate über wurde die Causa Beuth mit mehreren Stellungnahmen und Gutachten von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unbestreitbar: Beuth war Antisemit.
Messen können wir Beuth nicht an den Maßstäben der heutigen Zeit, aber wir können uns fragen, wer wir als Hochschule sein wollen und für welche Werte wir stehen. Am Ende der Debatte steht für uns die einzig wichtige Frage: können wir es dulden, den Namen eines Antisemiten zu tragen, Beuth nach außen als Leitfigur und Vorbild darzustellen? Wir glauben: Nein. Es ist mit dem Anspruch der Hochschule als Ort der angewandten Wissenschaften und zur Prägung zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklung durch Forschung und Lehre nicht vereinbar. Deswegen spricht sich das Studierendenparlament für eine Umbenennung der Hochschule aus. In einer Zeit, in der rechtsradikale Kräfte in Deutschland und an unseren Berliner Hochschulen und Universitäten wieder präsent sind, wollen wir damit ein Zeichen für unsere Verbindlichkeit zu humanistischen Werten setzen und jegliche Form von Diskriminierung und Menschenhass ganz klar verurteilen.

Laut dem Akademischem Senat der BHT soll ab dem 4. Februar 2018 eine Online-Umfrage zur Umbenennung der Hochschule gestartet werden.